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Themengebiet: Gesellschaft

Prof. Dr. Peter Sloterdijk

Philosoph und Kulturwissenschaftler

Kurzbiografie

Peter Sloterdijk, geb. 1947, ist einer der renommiertesten Philosophen und Essayisten deutscher Sprache. Von 1992 bis 2016 war er Professor für Philosophie und Ästhetik an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, deren Rektor er auch von 2001 bis 2015 war. Gemeinsam mit Rüdiger Safranski moderierte er von 2002 bis 2012 die Sendung «Das Philosophische Quartett» im ZDF. Zu seinen jüngsten Publikationen zählen: «Was geschah im 20. Jahrhundert» (2016), «Nach Gott» (2017), «Der Staat streift seine Samthandschuhe ab» (2021),«Wer noch kein Grau gedacht hat. Eine Farbenlehre» (2022) sowie «Der Kontinent ohne Eigenschaften. Lesezeichen im Buch Europa» (2024) und «Der Fürst und seine Nachfolger. Über grosse Männer im Zeitalter der gewöhnlichen Leute» (2026).

Peter Sloterdijk erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Ludwig-Börne-Preis (2013), den Helmuth-Plessner-Preis 2017 sowie den Europapreis für politische Kultur der Hans Ringier Stiftung (2021). 2024 war er mit einer vielbeachteten Vorlesungsreihe am Collège de France in Paris zu Gast mit dem Thema «Le continent sans qualités : des marque-pages dans le livre de l’Europe».


Foto: © Thomas Oberniedermayr

Veranstaltungen

Donnerstag, 07. Mai 2026, 18:30 – 20:00 Uhr

An der Universität Zürich, Rämistrasse 71, 8006 Zurich, KOL-G-201 (Aula)

Veranstaltungssprache: Deutsch

Meditations on Europe: Quo vadis, Europa?

Als neues Format nimmt das SIAF eine Reihe von Podiumsveranstaltungen ins Programm auf. Mit diesen «Meditations on Europe» möchten wir neue Perspektiven erkunden im Blick auf unseren Kontinent. Zum Auftakt begrüssen wir eine illustre Runde aus den Feldern der Philosophie, Kultur- und Literaturwissenschaft sowie Politik und Geschichte.

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Donnerstag, 19. April 2018, 18:30 – 20:00 Uhr

An der Universität Zürich, Rämistrasse 71, 8006 Zurich, KOL-G-201 (Aula)

Veranstaltungssprache: Deutsch

Politik in Masken – Über das Demokratie-Dilemma

Druck auf das Modell der liberalen Demokratie entsteht durch Beispiele autoritären Kapitalismus, durch Spektakel und Egoismus der Parteien – dies zusätzlich zu grundlegenden Strukturproblemen; eher Herrschaft Weniger als Vieler, des Fiskus über die Zivilgesellschaft, Herrschaft teils auch durch Furcht und Einschüchterung, Mobilisierung durch Populismus. Man muss die demokratisch camouflierten Masken der herrschenden Verhältnisse entfernen, um zu verstehen, was Demokratie jenseits von Oligokratie, Fiskokratie, Mobokratie und Phobokratie sein könnte: Ein von Furcht freier wohlmeinender Streit um die Optimierung der Mittel beim Streben nach Gemeinwohl.

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