Zum Auftakt der neuen Veranstaltungsserie «Meditations on Europe» stellen sich Peter Sloterdijk, Barbara Vinken und Joseph de Weck die Frage «Quo vadis, Europa?».
Donnerstag, 07. Mai 2026, 18:30 – 20:00 Uhr
An der Universität Zürich, Rämistrasse 71, 8006 Zurich, KOL-G-201 (Aula)
Als neues Format nimmt das SIAF eine Reihe von Podiumsveranstaltungen ins Programm auf. Mit diesen «Meditations on Europe» möchten wir neue Perspektiven erkunden im Blick auf unseren Kontinent. Zum Auftakt begrüssen wir eine illustre Runde aus den Feldern der Philosophie, Kultur- und Literaturwissenschaft sowie Politik und Geschichte.
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Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei. Voranmeldung nicht nötig. Platzreservation nicht möglich. Das Security-Personal behält sich das Recht vor, Taschen/Rucksäcke zu kontrollieren.
Foto- und Filmaufnahmen sind ohne Bewilligung verboten und sind zu unterlassen. Die Veranstaltung wird ausserdem live übertragen und zum Replay zur Verfügung gestellt.
Peter Sloterdijk, geb. 1947, ist einer der renommiertesten Philosophen und Essayisten deutscher Sprache. Von 1992 bis 2016 war er Professor für Philosophie und Ästhetik an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, deren Rektor er auch von 2001 bis 2015 war. Gemeinsam mit Rüdiger Safranski moderierte er von 2002 bis 2012 die Sendung «Das Philosophische Quartett» im ZDF. Zu seinen jüngsten Publikationen zählen: «Was geschah im 20. Jahrhundert» (2016), «Nach Gott» (2017), «Der Staat streift seine Samthandschuhe ab» (2021),«Wer noch kein Grau gedacht hat. Eine Farbenlehre» (2022) sowie «Der Kontinent ohne Eigenschaften. Lesezeichen im Buch Europa» (2024) und «Der Fürst und seine Nachfolger. Über grosse Männer im Zeitalter der gewöhnlichen Leute» (2026).
Peter Sloterdijk erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Ludwig-Börne-Preis (2013), den Helmuth-Plessner-Preis 2017 sowie den Europapreis für politische Kultur der Hans Ringier Stiftung (2021). 2024 war er mit einer vielbeachteten Vorlesungsreihe am Collège de France in Paris zu Gast mit dem Thema «Le continent sans qualités : des marque-pages dans le livre de l’Europe».
Foto: © Thomas Oberniedermayr
Barbara Vinken promovierte 1989 in Konstanz und 1991 in Yale. Zudem habilitierte sie sich 1996 in Jena. Bevor sie an die LMU München wechselte, hatte sie die romanistischen Lehrstühle in Hamburg und Zürich inne. Sie war Gastprofessorin u. a. an der New York University, der Harvard University, der Humboldt-Universität zu Berlin, der EHESS Paris, der Université Michel de Montaigne in Bordeaux und der Johns Hopkins University in Baltimore sowie an der University of Chicago (The Franke Institute for the Humanities, Center for Disciplinary Innovation).
Barbara Vinken schreibt ausserdem regelmässig für «Die Zeit», die Neue Zürcher Zeitung, die SZ und das Philosophie Magazin. Sie ist ständiger Gast in der «3satbuchzeit». Lange hat sie eine Radiokolumne «Stilfältig» für Radio Bremen verantwortet.
Foto: © Jan Dreer für IFK
Joseph de Weck, geboren 1986, ist Politologe und Historiker. Er ist Europa-Chef von Greenmantle, einem Beratungsunternehmen für geopolitische und makroökonomische Risiken. Der Zürcher ist Kolumnist der Internationalen Politik Quarterly der Deutschen Gesellschaft für Aussenpolitik (DGAP) und schreibt für «The Atlantic» und «Le Grand Continent». 2021 erschien das Buch «Emmanuel Macron: Der revolutionäre Präsident».
De Weck ist Senior Fellow am Institut Montaigne in Paris und Fellow am Foreign Policy Research Institute in Philadelphia.
Foto: zVg