Das Schicksal globaler Integration hängt auch von der Bewältigung der Eurokrise ab.
Mittwoch, 31. Oktober 2012, 18:15 – 20:00 Uhr
An der Universität Zürich, Rämistrasse 71, 8006 Zurich, KOL-G-201 (Aula)
Welche Probleme wollte und will der Euro lösen? Die neue Währung war nicht nur ein politisches Projekt, um den Frieden in Europa zu befördern. Sie war auch dazu bestimmt, dazu beizutragen, die Schwierigkeiten verschiedener Währungen innerhalb einer zusammenwachsenden Welt zu beheben. So wurde der Euro zu einem wichtigen Transportmittel der Globalisierung. Das Schicksal globaler Integration aber wird nun wesentlich auch davon abhängen, ob und wie die Krise, die mit dem Euro verbunden ist, bestanden werden kann.
Harold James, geboren 1956 in Bedford, ist ein britischer Historiker, der auf deutsche Geschichte und auf europäische Wirtschaftsgeschichte spezialisiert ist. Er ist Professor für Geschichte an der Princton University. Zu Beginn seiner Karriere konzentrierte sich James auf neuere Deutsche Geschichte, insbesondere auf die Wirtschafts- und Finanzgeschichte der Zwischenkriegszeit. Zu seinen bedeutendsten Beiträgen gehören eine Studie der Deutschen Bank, eine Untersuchung der Rolle der Reichsbank in der Enteignung jüdischer Vermögen in der Zeit des Nationalsozialismus, und eine Studie über die deutsche Identität. Harold James hat sich zuletzt ausgiebig mit den wirtschaftlichen Folgen der Globalisierung beschäftigt und dabei besonderen Wert auf den Vergleich mit früheren Globalisierungsversuchen, die in die Weltwirtschaftskrise (ab 1929) mündeten, gelegt.