Sollen wir Maschinen und KI für uns arbeiten lassen? Im Gespräch mit Martin Meyer argumentiert Sibylle Anderl, dass wir dabei verlieren, was uns als Menschen ausmacht und plädiert dafür, sich Anstrengungen zuzumuten.
Montag, 21. September 2026, 19:00 – 20:00 Uhr
Im Literaturhaus Zürich, Limmatquai 62, 8001 Zürich
Die moderne Welt macht uns vieles einfach: Maschinen nehmen uns körperliche Arbeit ab, Algorithmen organisieren zunehmend unseren Alltag, und nun übernimmt die KI sogar geistige Tätigkeiten. Sollen wir uns voll und ganz darauf einlassen? Verlieren wir dabei nicht das, was uns als Menschen ausmacht? Sibylle Anderl meint: ja. Psychologie, Philosophie und Technologiekritik auf unterhaltsame Weise verbindend, plädiert sie dafür, sich Anstrengungen zuzumuten.
Anhand vieler Beispiele zeigt sie, warum es sich lohnt, Widerspruch zu suchen, Neues zu wagen oder Belohnungen zu widerstehen. Nur so können wir ein Gefühl der Selbstwirksamkeit und Resilienz entwickeln und Zukunft erfolgreich gestalten.
Sibylle Anderl, geboren 1981, ist eine preisgekrönte Wissenschaftsjournalistin. Nach dem Studium der Physik und Philosophie promovierte und forschte sie im Fach Astrophysik. Sie war Redakteurin im Feuilleton der FAZ und Leiterin des Wissenschaftsressorts in FAZ und FAS; seit 2024 leitet sie das Ressort «Wissen» bei der ZEIT. Ausserdem ist sie Mitherausgeberin der Kulturzeitschrift Kursbuch.
Foto: © Katrin Binne