Professor für Wirtschaftspolitik an der Universität Freiburg
Lars P. Feld, geboren 1966 in Saarbrücken, hat seit 2010 den Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik und Ordnungsökonomik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg inne und ist Direktor des Walter Eucken Instituts. Seit 2003 ist er Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen. Im Jahr 2007 wurde er zum Sachverständigen für die Kommission zur Modernisierung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen benannt und wirkte beratend an der deutschen Schuldenbremse mit. Zum Januar 2020 wurde er als wissenschaftliches Mitglied in die Mindestlohnkommission berufen. Er war von 2011 bis 2021 Mitglied sowie im abschliessenden Jahr Vorsitzender des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und vertrat diesen von 2013 bis 2021 im Unabhängigen Beirat des Stabilitätsrats. Von 2022 bis 2024 war Feld Beauftragter des Bundesministers der Finanzen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung.
Im November 2017 erhielt Lars P. Feld die Ehrendoktorwürde der Universität Luzern. Er ist Träger des Gustav-Stolper-Preises (2021) des Vereins für Socialpolitik, der als wichtigste Auszeichnung für Ökonomen im deutsch-sprachigen Raum gilt. Im Jahr 2023 wurde Lars P. Feld die Universitätsmedaille der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sowie die Friedrich-List-Medaille des Bundesverbandes Deutscher Volks- und Betriebswirte (bdvb) verliehen.
Foto: © Walter Eucken Institut
Donnerstag, 23. April 2026, 18:30 – 20:00 Uhr
An der Universität Zürich, Rämistrasse 71, 8006 Zurich, KOL-G-201 (Aula)
Mit der neuen Schuldenoffensive der Bundesregierung steht Deutschland an einem finanzpolitischen Wendepunkt. Lars P. Feld erörtert, warum Schuldenpolitik so verführerisch ist, welche Risiken sie birgt und welche Alternativen es gibt.
Unser Gast bietet historische Einordnungen und anschauliche Beispiele für Deutschland, Europa und weitere Teile der Welt. Politik und Gesellschaft müssen Verantwortung übernehmen, um Wohlstand und Handlungsfähigkeit für kommende Generationen zu sichern.
Dienstag, 09. April 2019, 18:30 – 20:00 Uhr
An der Universität Zürich, Rämistrasse 71, 8006 Zurich, KOL-G-201 (Aula)
Das Wort von der Krise, insbesondere der wirtschaftlichen, ist in inflationärem Gebrauch. Dabei stehen Strukturwandlungen im Zentrum des Fortschritts zum Besseren. Genauso wenig wie Ärzte der naiven Hoffnung zuneigen würden, dass Menschen aus einer Krankheit gestärkt hervorgehen, können Ökonomen Krisen als die Wirtschaft stärkende Strukturwandlungen ansehen. Allerdings leidet die Prognose von Ökonomen hinsichtlich der Auslöser, des Zeitpunkts, der Dauer und der Eigenschaften zukünftiger Krisen unter deren unzureichender Regelmässigkeit. Dies hat methodische Implikationen, zwingt zudem zur Bescheidenheit. Aber: Wie steht es denn um die Wirtschaft? Ist das schon die nächste Krise?