Professor für Nationalökonomie und Finanzwissenschaft an der Universität München
Hans-Werner Sinn, geboren 1948, ist emeritierter Präsident am ifo Institut und Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er gründete und leitete das internationale CESifo-Forschernetzwerk und das Forschungsinstitut CES. In den letzten Jahren beschäftigte er sich vor allem mit dem Euro, Griechenland, der Europäischen Zentralbank, grüner Energie, der Demographie und der Migration. Zuvor widmete er sich der deutschen Wiedervereinigung, dem Steuerwesen, der Bankenregulierung und dem Versicherungswesen.
Dienstag, 15. Mai 2018, 18:30 – 20:00 Uhr
An der Universität Zürich, Rämistrasse 71, 8006 Zurich, KOL-G-201 (Aula)
Im Augenblick beflügeln Weltwirtschaftswachstum, schwacher Euro und die Unterbewertung Deutschlands im Euroverbund den Export des Landes. Niedrige Zinsen, steigende Inflationserwartungen und weitere Flucht in Sachwerte beleben die Binnenwirtschaft. Diese dürfte auch in den meisten EU-Ländern dank einer weiterhin expansiven Fiskalpolitik wieder besser wachsen, allerdings befindet sich der Süden nach wie vor in großen Schwierigkeiten, und auch in Frankreich dauert die Krise an. Die EU-Reaktionen auf den Brexit werden das Exportieren für Deutschland und die Schweiz schwerer machen, doch die Steuerreform Trumps wird den europäischen Export aus Gründen, die der Referent erläutern wird, vermutlich beflügeln.