Präsident Asia Society Policy Institute und ehemaliger australischer Premierminister
Kevin Rudd, geboren 1957, studierte an der Australian National University in Canberra chinesische Geschichte und Sinologie. Bereits 1972 trat er in die Australian Labor Party ein. Seine berufliche Laufbahn begann er 1981 im australischen Aussenministerium als Diplomat. Er arbeitete an den Botschaften in Stockholm und Peking. 1986 kehrte er nach Canberra zurück und wurde 1988 zum Botschaftsrat im diplomatischen Dienst Australiens befördert. Von 2007 bis 2010 und erneut 2013 war er australischer Premierminister und von 2010 bis 2012 Aussenminister im Kabinett von Premierministerin Gillard. In seinen Amtszeiten setzte er sich für die Erweiterung des Gipfels von Ostasien, mit Einschluss der Vereinigten Staaten und Russlands, ein. Er verdoppelte das australische Auslandhilfsbudget, erliess Gesetze für neue Energieziele, setzte sich für bessere Bildung, die Ureinwohner Australiens sowie für Reformen und Investitionen im Gesundheitsystem ein. Seit Januar 2015 ist er Präsident des neugegründeten Asia Society Policy Institute.
Mittwoch, 05. Oktober 2016, 18:30 – 20:00 Uhr
An der Universität Zürich, Rämistrasse 71, 8006 Zurich, KOL-G-201 (Aula)
In dem Masse, in dem Asien zu einem globalen wirtschaftlichen Gravitationszentrum, zu einem Schauplatz zunehmender Sicherheitsspannungen und zu einer Quelle entscheidenden Einflusses auf globale Umweltveränderungen wird, wird die globale Ordnung neu gestaltet. Die Frage, die sich den politischen Entscheidungsträgern von heute stellt, ist, ob das System der internationalen Institutionen nach 1945 reformiert werden kann, um dem Aufstieg Asiens gerecht zu werden. Das Geschick, mit dem die politischen Entscheidungsträger innerhalb und ausserhalb der Region diesen Strukturwandel zu bewältigen vermögen, wird die Sicherheit künftiger Generationen grundlegend beeinflussen. Wie könnte eine solche neue Weltordnung aussehen, und was kann Europa - und die Schweiz - dazu beitragen, sie zu schaffen?