Alt Bundesrat, Bern
Kaspar Villiger wurde 1941 geboren. Er führte zusammen mit seinem Bruder während 23 Jahren das gleichnamige Familienunternehmen. Nach einer parlamentarischen Karriere zuerst im Nationalrat, dann im Ständerat, wurde er 1989 in den Bundesrat gewählt. Während 7 Jahren führte er das Militärdepartement und während 8 Jahren das Finanzdepartement. 1995 und 2002 bekleidete er das Amt des Bundespräsidenten. Nach seinem Rücktritt war er in den Verwaltungsräten von Swiss Re, Nestlé́ und NZZ tätig. Auf dem Höhepunkt der Krise der UBS übernahm er für drei Jahre deren Verwaltungsratspräsidium.
Dienstag, 08. November 2011, 18:15 – 20:00 Uhr
An der Universität Zürich, Rämistrasse 71, 8006 Zurich, KOL-G-201 (Aula)
Die Schweiz ist ein Land, dessen Erfolge wesentlich auf dem Austausch von Waren und Dienstleistungen mit dem Ausland beruhen. Weltoffenheit ist demnach eine zentrale Voraussetzung für die Zukunft unserer Wettbewerbsfähigkeit. Der grösste Markt ist die Europäische Union. Daher ist es entscheidend, wie produktiv und nachhaltig sich das Wechselverhältnis zur EU gestalten lässt. Zugleich ist der weitere Blick auch auf die globalen Märkte unerlässlich, wenn Qualität und Zuverlässigkeit in der Welt honoriert werden sollen.
Mittwoch, 10. Dezember 2014, 18:30 – 20:00 Uhr
An der Universität Zürich, Rämistrasse 71, 8006 Zurich, KOH-B-10
In der Geschichte waren autoritäre Staatsmodelle die Regel. Die Demokratie als relativ späte Errungenschaft erwies sich trotz ihrer Komplexität als sehr erfolgreich. Lange schien es, als sei eine friedliche Welt mit lauter Demokratien der Endzustand der Geschichte. Seit allerdings bewährte Demokratien in wirtschaftliche Probleme gerieten und autoritäre Systeme, die auf Marktwirtschaft setzen, Erfolge feiern, ist das nicht mehr so sicher. Das Modell der Demokratie hat für viele Länder an Attraktivität eingebüsst. Das Referat geht der Frage nach, ob die Demokratie den Herausforderungen einer komplexen Welt voller Ungewissheiten noch gewachsen ist.