Botschafter Wolfgang Ischinger sieht eine grosse Chance, die EU zu erneuern. Wie sieht die Zukunft europäischer Sicherheit aus?
Montag, 27. November 2017, 18:30 – 20:00 Uhr
An der Universität Zürich, Rämistrasse 71, 8006 Zurich, KOH-B-10
Krisen dominieren nach wie vor die allgemeine Wahrnehmung von der Europäischen Union. Aber wir stehen vor einer großen Chance, die EU zu erneuern: Das deutsch-französische Tandem hat mit der Wahl Macrons wieder an Kraft gewonnen. Der Vormarsch von Rechtspopulisten ist vorerst gestoppt. Und die Einsicht, dass Europa ein fähiger Akteur auf der Weltbühne werden muss, und die europäische Außen- und Sicherheitspolitik massiv gestärkt werden muss, nimmt rapide zu – nicht zuletzt durch die Entscheidungen der Trump-Regierung. Zugleich sind die Sicherheitsherausforderungen in Europas östlicher und südlicher Nachbarschaft groß. Wie sieht die Zukunft europäischer Sicherheit aus?
Diskussion nach dem Vortrag.
Wolfgang Ischinger, geboren 1946, ist Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC, dies seit 2008) und Senior Professor an der Hertie School of Governance in Berlin. Er berät Unternehmen, Regierungen und internationale Organisationen. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der internationalen Beziehungen war er im Kabinett des UN-Generalsekretärs tätig, bevor er 1975 in den Deutschen Auswärtigen Dienst eintrat. Er war Staatssekretär des Auswärtigen Amts, danach Botschafter in den USA und im Vereinten Königreich. Botschafter Ischinger vertrat 2007 die EU in den Troika-Verhandlungen über Kosovo und 2014 den OSZE-Vorsitz bei den Bemühungen um nationalen Dialog in der Ukraine. 2015 war er Vorsitzender des „Panel of Eminent Persons“ zur Stärkung der europäischen Sicherheitsarchitektur.