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Neue Welt(un)ordnung

Eric Gujer stellt die Frage, was an die Stelle der alten Ordnung treten wird.

Redner

Mittwoch, 22. November 2017, 18:30 – 20:00 Uhr

An der Universität Zürich, Rämistrasse 71, 8006 Zurich, KOL-G-201 (Aula)

Veranstaltungssprache: Deutsch

Seit dem Ende des Kalten Kriegs herrschten für zwei Jahrzehnte vergleichsweise festgefügte Verhältnisse. Die USA als einzige verbliebene Supermacht garantierten Stabilität und griffen nach ihrem Gutdünken global ein. Dieses Modell ist zunehmend obsolet. Schon Präsident Barack Obama sah die USA nicht mehr als Weltpolizisten; sein Nachfolger Donald Trump ist dazu noch weniger bereit. Zugleich stellt China umso unverhohlener seinen Machtanspruch – zunächst in Asien, aber wohl bald auch darüber hinaus. Was tritt an die Stelle der alten Ordnung? Chaotische Verhältnisse oder eine neue stabile Konstellation? Europa darf in dieser Diskussion nicht in eine Zuschauerrolle geraten.

Diskussion nach dem Vortrag.

Redner

Eric Gujer

Chefredaktor Neue Zürcher Zeitung

Kurzbiografie

Eric Gujer, geboren 1962, ist seit März 2015 Chefredaktor der «Neuen Zürcher Zeitung». Nach Matur und Volontariat bei einer deutschen Tageszeitung studierte er an den Universitäten Freiburg im Breisgau und Köln Geschichte, Politikwissenschaft und Slawistik. Bei der NZZ begann Eric Gujer 1986 als Praktikant und freier Mitarbeiter, bevor er Korrespondent für die DDR mit Sitz in Berlin wurde. Es folgten Stationen als Korrespondent in Jerusalem, Moskau und erneut Berlin, wo er 10 Jahre als politischer Beobachter die NZZ vertrat. Von 2013 bis 2015 leitete er das Ressort International und setzte sich dort insbesondere mit der EU, Deutschland, internationalen Strategiefragen und Sicherheitspolitik auseinander. Von Eric Gujer sind Bücher über Nachrichtendienste (2006) und die deutsche Aussenpolitik (2007) erschienen.

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