Im Gespräch mit Martin Meyer berichtet Wolfgang Bauer von seinen Erfahrungen an den Frontlinien unserer Gegenwart und von der Fragilität menschlicher Hoffnung in Zeiten des Krieges.
Montag, 18. Mai 2026, 19:00 – 20:00 Uhr
Im Literaturhaus Zürich, Limmatquai 62, 8001 Zürich
Seit vielen Jahren berichtet Wolfgang Bauer, Reporter der Chefredaktion der ZEIT, aus den Krisenregionen der Welt. Seine Reisen gehen in den Nahen Osten, in die Ukraine, nach Afghanistan und in die Sahelzone – Orte, an denen sich globale Konflikte verdichten. Sein Blick jedoch gilt den menschlichen Schicksalen. 2014 wurde Bauer bei dem Versuch, undercover mit syrischen Flüchtlingen das Mittelmeer zu überqueren, entführt. Aus dieser riskanten Arbeit entstand das Buch «Über das Meer» (Suhrkamp 2014), ein eindringliches Zeugnis über Flucht und Migration. «Die geraubten Mädchen» (Suhrkamp 2016) erzählt von nigerianischen Frauen, die von Boko Haram verschleppt wurden. Die Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai bezeichnete das Buch als eines der fünf Werke, die ihr Leben geprägt haben. In «Bruchzone» (Suhrkamp 2018) legt er eine Sammlung seiner Reportagen vor, und zuletzt veröffentlichte der Reporter «Am Ende der Strasse. Afghanistan zwischen Hoffnung und Scheitern» (Suhrkamp 2022).
Im Gespräch mit Martin Meyer berichtet Wolfgang Bauer von seinen Erfahrungen an den Frontlinien unserer Gegenwart und von der Fragilität menschlicher Hoffnung in Zeiten des Krieges.
Die Fernsehjournalistin und Kriegsberichterstatterin Katrin Eigendorf musste ihr Erscheinen aufgrund aktueller geopolitischer Entwicklungen leider absagen. Wir freuen uns, neu Wolfgang Bauer für die Veranstaltung vom 18. Mai 2026 begrüssen zu dürfen.
Wolfgang Bauer, geboren 1970, arbeitet für die Wochenzeitung «Die Zeit». Für seine Reportagen wurde er u. a. 2021 mit dem Theodor-Wolff-Preis und dem Prix Bayeux Calvados-Normandie für Kriegsberichterstattung ausgezeichnet. Sein Buch «Über das Meer» war ein Bestseller und wurde in zehn Sprachen übersetzt. 2017 war er zudem für den Ryszard Kapuściński Award for Literary Reportage nominiert.