Dienstag, 25. Oktober 2011, 18:15 – 20:00 Uhr
An der Universität Zürich, Rämistrasse 71, 8006 Zurich, KOL-G-201 (Aula)
Rund zwei Jahre nach Inkrafttreten des Lissabon-Vertrags und mit Blick auf die anhaltende Schuldenkrise in der Eurozone zeichnet Premierminister Jean-Claude Juncker Wege und Ideen für die Zukunft der Europäischen Union. Er geht unter anderem der Frage nach, wie der europäische Integrationsprozess neu belebt werden kann, zu einem Zeitpunkt, da von einer wachsenden «Europa-Müdigkeit» die Rede ist.
Jean-Claude Juncker wurde 1954 in Luxemburg geboren. Seit 1982 ist er Mitglied verschiedener Regierungen, und von 1995 bis heute Premierminister Luxemburgs. Seit dem 1. Januar 2005 ist er zudem erster ständiger Vorsitzender der Euro-Gruppe, die sich aus den Finanzministern der Mitgliedsstaaten des Euro-Währungsgebiets zusammensetzt. 1991 wurde Jean-Claude Juncker zu einem der federführenden Akteure bei der Ausarbeitung des Maastrichter Vertrags, insbesondere der Kapitel über die Wirtschafts- und Währungsunion und war im Februar 1992 einer der Unterzeichner des Vertrags von Maastricht. Zahlreiche internationale Auszeichnungen, unter anderem der Karlspreis der Stadt Aachen (2006), dokumentieren die Verdienste und auch die Popularität des Europäers.